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Formen der Harninkontinenz

Die Harn-Inkontinenz ist die am häufigsten auftretende Form der Inkontinenz. Bei der Harn-Inkontinenz stimmt das Zusammenspiel von Harnblase, Schließmuskelapparat und Nervensystem nicht mehr. Die Blase entleert sich selbsttätig oder der Schließmuskel kann sich mangels Kraft nicht zusammenziehen. Die Nervenanbindung zwischen Blase und Gehirn kann ebenfalls gestört sein. Das alles kann aber durch gezieltes Training häufig wieder zu alter erfolgsversprechender Funktion gebracht werden. Viele Menschen spannen nicht wirklich den Beckenboden, sondern das Gesäß an oder pressen mit Muskeln, die in der Nähe liegen, aber nicht die Funktion des Verschließens von Harn und Stuhl ermöglichen! Sie können auch mit Mund oder Nase atmen, genau so wie sie sich mit den anderen Muskeln anstrengen können, aber das Ausschnauben können sie nicht mit dem Mund, also versuchen sie es bitte nicht so oft, es ist aussichtslos. Nur das richtige Training, wenn der Beckenboden wirklich spannt, bringt den gewünschten Erfolg. Das Training selbst richtet sich nach dem Befund, denn eine überaktive Blase (Drang-Inkontinenz) braucht eine andere Betreuung, als eine zu schwache Blase (Stress-Inkontinenz). Harn-Inkontinenz kann ganz unterschiedliche Ursachen haben.

Husten

Husten + Spannen !?

Bei der Stress-Inkontinenz, auch Belastungs-Inkontinenz genannt, verursacht körperliche Anstrengung Urin-Verlust, zum Beispiel beim Heben oder Treppensteigen. Bei Frauen können Operation, Schwangerschaft, Geburt oder hormonelle Veränderungen (Wechseljahre) dafür verantwortlich sein. Bei Männern ist häufig die Operation an der Prostata Auslöser. In diesen Fällen kommt es zu einer anhaltenden Abschwächung der Beckenbodenmuskulatur.

endlich zu Hause

endlich zu Hause

Bei der Drang-Inkontinenz tritt plötzlich Harndrang auf und lässt sich nicht unterdrücken, obwohl der Verschlussapparat intakt ist können Sie nicht darauf zugreifen. Sie müssen genau das wieder lernen, um mit Sicherheit auch die letzten Meter in die Haustür rein auf Toilette zu schaffen. Meist werden dabei nur kleinste Mengen Urin abgegeben, es kann aber auch zur Entleerung des gesamten Blaseninhaltes kommen. Ursache dafür kann eine überempfindliche Blase sein, die dem Gehirn fälschlicherweise meldet, voll zu sein (sensorische Drang-Inkontinenz).
Umgekehrt verläuft es bei einer motorischen Drang-Inkontinenz, bei der die Impulse des Gehirns zu schwach sind, um den Muskel anzuspannen. Das Zusammenspiel / die Abstimmung muß wieder über lange Zeit neu gelernt werden, um so die eigene Sicherheit zurück zu bekommen, es doch noch bis nach Hause zu schaffen. Beckenbodentraining kann diese Sicherheit vermitteln, wenn sie die richtige Spannung ins alltägliche Leben integrieren können. Sie müssen sich ganz kritisch fragen ob der Toilettengang wirklich nötig ist, sonst verkleinert sich ihre Blasenwandmuskulatur immer weiter und es wird immer schlimmer.

Die Drang-Inkontinenz tritt oft gleichzeitig mit der Stress-Inkontinenz auf. Unter der gemischten Stress-/Drang-Inkontinenz leiden häufig ältere Menschen, hier vorwiegend Frauen. Die falschen Nervenreize treffen auf einen ungenügend arbeitenden Blasenverschlussdruck, der durch das Anziehen der Beckenbodenmuskulatur verursacht werden könnte, aber der nach so langer Zeit ständigem vorsorgendem auf Toilette gehens, nicht mehr genug Training hat, die Kapazität der Blase auf 300 – 600 ml Füllvolumen anzufüllen. Ein Teufelskreis der immer weiter geht, wenn sie Ihn nicht versuchen zu stoppen.

Die richtige Betreuung finden sie unter Ihrer PLZ vielleicht direkt in Ihrer Nähe.